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www.db-regionalbus.de-Busportrait |
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Ü 80-Prototypen – der Magirus 240 L 118 Turbo der DB
Trotzdem war der Magirus 240 L 118 Turbo ein zukunftsorientiertes Konzept. Beim Vergleich mit den Standard-Überlandbussen der ersten Generation fallen vor allem die kantigere Formgebung, die deutlich größere Fahrtzielanzeige, die einflügelige Vordertür und die geklebten Seitenscheiben auf. Bei einer Länge von 11.885 mm betrug der Radstand 6.150 mm. Die Standardausführung sah vorne eine 720 mm breite einflügelige, in der Mitte eine 1.250 mm breite zweiflügelige Außenschwingtür vor. Als Alternativen wurden eine breite Innenschwenktür vorne und eine schmale Außenschwingtür hinter der Antriebsachse angeboten. Über zwei Stufen gelangte man in das Wageninnere. Die Fußbodenhöhe betrug 860 mm, nach hinten stieg der Gang leicht an; Podeste waren nicht vorgesehen. Bei 14 Sitzreihen bot der 240 L 118 in vollbestuhlter Version 53 Sitz- und 47 Stehplätze an. Zwischen den Achsen konnte ein Unterflur-Gepäckraum angeordnet werden, der ein Fassungsvermögen von 3,5m³ besaß. Der Fahrer-Arbeitsplatz bot zudem auch erstmals ein verstellbares Lenkrad an. Die Bodengruppe bestand weitgehend aus offenen, rostunempfindlichen Profilen – eine Technik, wie sie MAN 1996 eingeführt hat. Für Einstiege, Radkästen sowie Front- und Heckklappen hatte man GFK verwendet. Dank dieser Maßnahmen lag das Leergewicht bei nur 9,5 t, so dass im Linienverkehr eine Zuladung von 7,3 t und im Gelegenheitsverkehr immerhin noch 6,5 t zugelassen waren.
Die Deutsche Bundesbahn stellte 1982 einen der sieben Prototypen des Magirus 240 L 118 Turbo in Dienst, welcher komplett der Standardausführung entsprach. Der am 01.06.1982 zugelassene Bus erhielt das Kennzeichen DB 22-240 und versah seinen Dienst zunächst beim GBB Mainz/Wiesbaden in der Betriebsstelle Mainz, unweit des Magirus-Omnibuswerks. Dort war das neuartige Fahrzeug recht beliebt, wurde aber schon nach wenigen Monaten zum GBB Rheinland an die Betriebsstelle Aachen abgegeben. Die meiste Zeit seines Dienstes verbrachte er dort bei der ehemaligen Post-Einsatzstelle Monschau in der Eifel. Allerdings hatte der L 118 in dieser Zeit recht viele Werkstattaufenthalte wegen Getriebeschäden. Anfang 1989 schließlich, kurz vor der Überleitung des GBB Rheinland zur Busverkehr Rheinland GmbH (BVR) wurde der legendäre Magirus 240 L 118 Turbo der DB ausgemustert und nach Frankreich verkauft. Dort verliert sich seine Spur endgültig. Falls jemand Hinweise zum weiteren Verbleib des Fahrzeugs hat, würden wir uns über eine Nachricht sehr freuen.
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© Alexander Kremer 2006-2009